
Seit über 20 Jahren bin ich selbstständig; in dieser Zeit habe ich mich sehr intensiv mit der deutschen Steuergesetzgebung auseinandergesetzt und in orgaMAX auch die Software gefunden, die mich sehr gut unterstützt. Viele durchdachte Funktionen und auch Weiterentwicklungen lassen mich die jährliche Update-Gebühr gerne zahlen.
orgaMAX18 ist jedoch ein krasser Rückschritt, mit dieser Meinung stehe ich nicht allein, wie die aktuelle Forumsaktivität zeigt. Diverse Workflows sind gebrochen, die Benutzbarkeit leidet an vielen Stellen. Auf den ersten Blick sehen die Oberflächen "schöner" aus, aber wehe man möchte effizient und schnell arbeiten. Auch zu diesen Themen kommen keine klaren Aussagen, nur Beschwichtigungen (oder gar kein Kommentar).
Zurück zum Thema hier:
Der User Brummi hat am 27.12.2017 in seinem Kommentar sehr gut begründet, ich zitiere:
"3.) Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Sinne der Steuerbehörde ist, alles "nicht betriebsrelevant" als Privateinlage und Privatentnahme zu buchen. Schließlich erfolgt in der Steuerauswertung der EÜR in den Zeilen 94 und 95 die Aufsummierung. Und die erzeugten Summen haben dann mit "Entnahmen und Einlagen i. S. d. § 4 Abs. 4a EStG" beim besten Willen nichts damit zu tun!"
Also ich appelliere weiter, die Möglichkeit einer "Nicht betriebsrelevanten" Buchung wieder herzustellen. Für die User mit EÜR ist diese Option aus meiner Sicht unverzichtbar, und Bilanzierer brauchen es ja nicht zu nutzen (da greift auch sehr gut Ihre Argumentation).
Im Moment behelfe ich mir damit, diese Vorgänge gar nicht mehr zu buchen, allerdings sähe dies in einer Betriebsprüfung nach einer Unterlassung aus. Eine Buchung "Nicht betriebsrelevant" ist jedoch eine bewusste Entscheidung, zumal mich die schwarze Farbmarkierung auch "entlastet" hat. Im Moment habe ich nur noch rot/grün, wobei rot bedeuten kann: nocht nicht gebucht oder eben bewusst nicht gebucht, weil nicht betriebsrelevant.
